Donnerstag, 12. September 2013

Ein Brief an das Leben

Liebes Leben,

Ich weiß nicht was du noch alles für mich bereit hältst, ich weiß nur was war & was ich erreichen möchte.
Lass mich doch bitte erreichen was ich mir als Ziel gesteckt habe. Natürlich ist mir klar, dass das nicht einfach werden wird, dass es jetzt schon nicht einfach ist & ich viel mehr dafür tun sollte. Schon viel früher hätte ich anfangen sollen darauf hinzuarbeiten, aber damals wusste ich noch gar nicht, das das mein Ziel ist. Wie hätte ich das denn auch schon mit 14, 15, 16 wissen sollen? Ich habe mich für das Abitur entschieden, da ich keine Ahnung hatte welche Ausbildung ich machen sollte. Und heute? Stehe ich wieder vor dem selben Problem. Ich weiß was ich möchte, wofür ich mein letztes Hemd geben würde, aber werde ich es schaffen? Werde ich überhaupt zu einem Vorsprechen eingeladen oder bekomme ich die Bewerbungen dann alle wieder kommentarlos oder mit Absagen zurück? Was mache ich, wenn ich das nicht schaffe? Mein alternativ Plan ist nicht wasserdicht. Was ich mir aussuche ist murks. 
Musicaldarsteller. Für meine Familie ist das das No-go, eine brotlose Kunst, nichts was man als Beruf ausüben sollte. Und jetzt? Die Alternative gefällt noch weniger. Musiker oder folge dessen Musiklehrer. Na, Leben, wird meiner Familie irgend ein Wunsch gefallen? Denn, Bühnen- oder Masken-Bild wird zwar von meinem Vater gut geheißen und würde, ja doch, ein wenig beneidet, ist allerdings in deren Augen auch eine unsichere Sache. Was passiert mit Bühnenbildnern wenn es keine Theater mehr gibt? Was passiert mit Maskenbildnern, wenn Filme immer mehr & mehr Computeranimiert werden? Hey Leben, warum zeigst du mir nicht einfach den richtigen Weg? Wird sich alles wieder so von selbst regeln wie nach der Realschule? Ich meine, was hab ich schon groß getan? Eine Bewerbung an eine Schule geschickt aber mit dem Zeugnis war das auch nicht schwer... 
Und heute? Ich habe das Abi noch nicht, ich stehe noch davor aber weiß schon, dass es nicht gut werden wird. Ich brauche es, natürlich, aber warum tu ich mir das an?
Leben, antwortest du mir mal bitte?
Aber vielleicht nicht so schmerzhaft wie die letzen Male... Sondern sachte, behutsam, positiv. Das wäre schön. Wie, du hast das schon? Wann? Vielleicht habe ich das nicht wahrgenommen, entschuldige aber ich glaube ich habe doch noch einiges Gut... Oder nicht? Ach ich weiß es nicht.
Leben, lass mich bitte einfach mein Ziel erreichen es ist ein Wunsch aus tiefstem Herzen.

Genug gelabert, Meli


Kommentare:

  1. *knudddel*
    du glaubst ja nicht dass es mir anders ergehet also immer positiv denken :D...etwas anderes außer uns ins Getümmel zu stürzen und zu hoffen, dass die Träume wahr werden bleibt uns auch nicht übrig. Hoffen dass das Leben es einmal gut meint und alles so läuft wie man es möchte, wie man es sich erträumt. Aber eines darf man nicht machen wenn man sich einen Weg sucht: es anderen recht machen wollen wie der Familie. Du must mit deinem Beruf zufrieden sein nicht sie, du willst ihn ja schließlich dein Leben lang machen (auch wenn man nicht so viel verdient wie man vielleicht möchte) es sollte Spaß machen sonst wird man nicht dabei glücklich. Und wenn es keine Theater oder weis Gott was mehr gibt geht bestimmt irgendwo anders eine neue Tür auf...

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